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Wow – das war also 'Schriftstrom'!

Das erste Mal hat nur der Schreibmarathon SCHRIFTSTROM stattgefunden. Foto © fieberherz.de

Mein zweiter Schreibmarathon, gleichzeitig der erste SCHRIFTSTROM, ist nun vorbei. Dieses Mal habe ich mein Ziel, wieder 1000 Wörter, pünktlich geschafft. Und ich denke, hätte ich die Fragen, die ich zwischendurch auf Facebook und Twitter den Teilnehmern gestellt habe, vorbereitet (statt sie spontan rauszuhauen), dann wären sogar noch mehr Wörter drin gewesen. Aber man lernt ja dazu :) Das heißt also: Mein nächstes Ziel ist die 2000er-Marke!

In dem Post Herzattacken und Buchstabensalat schrieb ich vor einigen Monate von meinem ersten Marathon, veranstaltet von den Möwen von Schreibwahnsinn. Ähnlich möchte ich auch "meinen" Schreibmarathon in diesem Post aufbereiten, diesmal aber mit ein bisschen mehr bunte Bilders ;)

Schriftstrom – Der Schreibmarathon am 23. November

SCHRIFTSTROM, der Schreibmarathon. Collage © fieberherz.de
Grafik Schreibmaschine © Freepik // Grafik Papier & Gestaltung © FIEBERHERZ

Im vergangenen Post habe ich bereits ein bisschen abgeklopft, wer an einem Schreibmarathon im Dezember interessiert wäre – nun steht das Datum fest!

Du brauchst einen kleinen Motivationsschub in Sachen Schreiben? Wie wäre es denn mit einem Schreibmarathon gemeinsam mit anderen Autoren? Mache mit bei SCHRIFTSTROM und setze dich gemeinsam mit anderen zeitgleich am Sonntag, 23.11.2014 zwischen 15 und 22 Uhr an dein persönliches Projekt!

↦ Zur Anmeldung
Du kennst liebe Menschen, die auch Spaß an einem Schreibmarathon haben könnten? Teile diese Veranstaltung und/oder lade sie direkt ein :)

Wer hat Lust auf einen Schreibmarathon?

Bei einem Schreibmarathon arbeiten viele Autoren gleichzeitig an ihrem Projekt. Foto © fieberherz.de

Aufgrund von Uni, Arbeit und einiger privater Verpflichtungen kann ich leider nicht, wie eigentlich erhofft, am diesjährigen NaNoWriMo teilnehmen – möchte nichtsdestotrotz in die Tasten hauen, sooft wie nur möglich!

Wer von euch hätte Lust im November auf einen Tag oder Abend Schreibmarathon*? Organisiert würde das Ganze durch mich auf Facebook, wo dann hin und wieder "Reizfragen" zum Schreiben in den Raum geworfen würden, die man beantworten kann, wenn man mag (aber keinesfalls muss). Und gerade wenn Fragen auftauchen, ist es umso schöner, wenn man ein gutes Grüppchen zusammen hat, um sich gegenseitig helfen zu können.

Bei Interesse gebt doch bitte kurz Rückmeldung hier im Post, auf Facebook, auf Twitter oder per E-MailIch würde mich freuen, wenn wir da etwas zusammen auf die Beine stellen könnten ♥ 

  
In diesem Falle ist ein Schreibmarathon ein per Internet verabredetes und organisiertes Gruppenschreiben. Man legt Datum und Zeitraum fest (z.B. an einem Sonntag von 15-22Uhr) und zur dieser Zeit schreiben mehrere Leute gleichzeitig an ihrem eigenen Projekt (egal, was es ist). Organisiert würde das ganze hier über Facebook, d.h. man meldet sich in der Gruppe an (wird noch bekannt gegeben). Dort stellt der Moderator zwischendurch Reizfragen, man kann aber selber Fragen stellen, um zu sehen, was andere Schreiber dazu meinen oder wenn man konkret Hilfe braucht :)
Die Sache mit dem Genre

Die Sache mit dem Genre

Genre können helfen, zu vergleichen – aber auch gnadenlos verunsichern. Model © faestock.deviantart.com / Textur © lostandtaken.com / Collage © fieberherz.de
 Model © faestock // Textur © Lost & Taken // Collage © FIEBERHERZ

Gestern veröffentlichte Evanesca einen spannenden Post mit dem Titel "Warum das Genre für den Leser so wichtig ist" und besagter Post wurde von mir regelrecht verschlungen.  Schon vor meinem Aha-Erlebnis in Sache Genre (ich stolperte über Solarpunk) zerbrach ich mir den Kopf darüber, wie BIRDKIN einzuordnen sein würde. Auch nach Evanescas Text fühle ich mich immer noch zweigeteilt. Ich sehe ein, dass eine Kategorisierung notwendig und hilfreich ist auf einem großen Markt an Publikationen. Und doch ist das Festlegen eines Genre für mich immer noch ein kleiner Tod.

Notizen reloaded

Notizen reloaded

Statt Notizbuch die "Notiz-App". Foto © fieberherz.de

Weil ich leider, leider nicht in der Lage bin, ein Notizbuch konsequent zu führen (und da kann es noch so hübsch sein), musste eine andere Lösung her. In diesem Fall griff ich auf etwas zurück, das ich im Gegensatz zu einem Notizbuch eigentlich nie vergesse – mein Smartphone. Apps wie Evernote oder OneNote sind als Verwaltungsprogramme von Gedankenfetzen recht erfolgreich und können ganz schön viel. Aber ist viel immer gut?

Was ist zu glauben, nachdem die Welt fast unterging?

Was ist zu glauben, nachdem die Welt fast unterging?

Glaube hat für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft immer eine Bedeutung. Das heißt nicht, dass die Bedürfnisse, wie und was zu glauben ist, sich nicht verändern. Foto © fieberherz.de

Religion und Glaube sind für die gesamte Menschheit nicht weg zu denken. Zu unterschiedlich sind Verständnis von der Welt und die Bedürfnisse, um in ihr zu bestehen, zu jeder Zeit gewesen (und werden es auch immer sein) – behaupte ich jetzt einmal. Wo dem einen Fassbares (Essen, Haus, Gesellschaft etc.) genügt, braucht der andere zusätzlich noch geistige, spirituelle Orientierung, die viele in einer Religion finden. 
Auch wenn Religion in BIRDKIN keine große Rolle spielen wird, finde ich es dennoch spannend zu überlegen, wie die religiöse Landschaft gestaltet ist ein paar hundert Jahre in die Zukunft, nachdem sich die Menschheit fast selber ausgelöscht und viele Teile der Erde unbewohnbar gemacht hat. 

Die Welt in meinem Kopf hat einen Namen

Ist das Solarpunk? So oder so ähnlich könnte ich es mir zumindest vorstellen. Illustration © IMPERIAL BOY // fieberherz.blogspot.de
Illustration © IMPERIAL BOY

Seit der Neugestaltung des Settings von BIRDKIN schwebt mir eine Welt vor, die, im Gegensatz zu den momentan äußerst populären Dystopien, nicht ganz so düster aussieht: Nachdem sich die Menschheit sich fast selber ausgelöscht hat in Kriegen um Land, Öl und Wasser, besann sie sich rund ein Jahrhundert vor den Geschehnissen in BIRDKIN wieder auf den Erhalt ihrer Heimat. Energiegewinnung und Bebauung ist nun weniger destruktiv, man arbeitet mit Sonnen-, Wind- und Wasserkraft und Bioengeneering, um das Überleben zu sichern - und das möglichst ohne entstandene Schäden am Planeten zu vergrößern. Aufgrund der harten Anfangsphase, in der man nur bedingt auf Fabriken zur Produktion benötigter Bauteile zurückgreifen und sich nur an Resten alter Fahrzeuge und Gebäude bedienen konnte, hat sich eine gewisse Ästhetik etabliert, die Elemente des Steampunk enthält und das Prinzip des Upcyclings verkörpert.

"Was ist typisch für deine Charaktere?"

Montagsfrage für Autoren von Schreibwahnsinn, nach einem Konzept von Paperthin.


Und da war die Woche schon vorbei... Momentan hält mich mein Orientierungspraktikum an der Berufsschule auf Trab, macht Spaß, aber schluckt (wie immer bei solchen Dingen) auch Zeit und geistige Leistungsfähigkeit. Ich hoffe, das bessert sich – der Blog soll ja nicht nur aus Montagsfragen bestehen (auch wenn die Spaß machen) ;) Jetzt aber zur Antwort...
"Sind deine Projekte plot- oder character-driven?"

"Sind deine Projekte plot- oder character-driven?"

Montagsfrage für Autoren von Schreibwahnsinn, nach einem Konzept von Paperthin.


Endlich gibt's wieder eine Montagsfrage! Dieses Mal inklusive Englisch, aber dabei immer noch relativ selbsterklärend. Übersetzt lautet die Frage aber soviel wie "Stehen Plot oder Charaktere im Vordergrund deiner Projekte?".

Zwischen Hommage und Klischee

Sich bewusst für ein Klischee zu entscheiden, ist nicht einfach. Foto © fieberherz.de

Vermutlich basieren viele Charaktere der meisten Autoren auf gewissen Klischees. Klischees, die ausstaffiert, "aufgehübscht", abgewandelt und dann dadurch doch noch individualisiert werden. Schließlich will man sich ja absetzen von anderen. Könnte man meinen. Leider habe ich mir die vermutlich dumme Idee in den Kopf gesetzt, für BIRDKIN eine Art Klischee aufzugreifen. Und damit meine ich eher eine Reminiszenz, als eine hundertprozentige Kopie einer bereits mehrfach kopierten Kopie. Eine Art Hommage also, genau genommen an meine Anime- und Manga-Vergangenheit. 

Das Grün hinter Glas

Das Grün hinter Glas

Botanischer Garten Düsseldorf. Foto © fieberherz.de

Wie heute schon getwittert, ging es für mich heute nochmal nach Düsseldorf (siehe auch den Parallelpost mit Bildern vom letzten Ausflug auf VIOLETS), weil ich mir unbedingt den Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität anschauen wollte. In BIRDKIN kommt so einer nämlich auch vor, wenn auch in kleiner, einfacher, eben den Lebensumständen geschuldet zu der Zeit, in der BIRDKIN spielt. Aber jetzt schreibe ich mal ausnahmsweise nicht so viel und lasse Bilder sprechen :)

Herzattacken und Buchstabensalat

Bei einem Schreibmarathon widmet man sich die ganze Zeit seinem Projekt. Foto © fieberherz.de

Das war also heute mein erster Schreibmarathon! Leider viel zu kurz geraten, aber da war ich selber Schuld. Zumindest mein Ziel von 1000 Wörtern habe ich erreicht, es sind genau genommen immense 1030 geworden. Manch anderer aus der Gruppe, die rund 20 Teilnehmer zählte und per Facebook organisiert wurde, knackte die 3000er-Marke, was natürlich wesentlich toller gewesen wäre. Aber jeder fängt irgendwo an :)

Wie in dem eingangs verlinkten Beitrag ersichtlich, hatte ich gewisse Hoffnungen, aber auch Befürchtungen hinsichtlich dieser Methode um Text zu produzieren. Bevor ich jedoch darauf eingehe, habe ich hier einmal eine kleine Übersicht meines Tages, die deutlich meine Baustellen erkennen lässt ;) Vorher muss ich noch sagen, dass der Vater vom Herzjungen Samstag Geburtstag feierte und wir morgens nach dem Frühstück zurück nach Hause fahren wollten. Was wir auch taten. Aber mehr dazu lest ihr jetzt!

Mein erster Schreibmarathon

In die Tasten hauen - mein erster Schreibmarathon steht an! Foto © fieberherz.de

Am kommenden Sonntag, 20. Juli, findet der neunte Schreibmarathon des Schreibwahnsinns statt (dem Ursprung der Montagsfragen) - für mich wird es die erste Aktion dieser Art! Die Woche über gebe ich mir noch Zeit (dank Semesterende ist das auch zu schaffen), noch ein bisschen weiter an meiner Welt, dem Plot und den Charakteren zu feilen, bevor ich dann von 10 bis 22 Uhr die Schotten dicht mache bei mir Zuhause und schreibe, bis der Schädel raucht.

"Wer oder was inspiriert dich zu deinen Charakteren?"

"Wer oder was inspiriert dich zu deinen Charakteren?"

Montagsfrage für Autoren von Schreibwahnsinn, nach einem Konzept von Paperthin.


Gestern postete ich ja bereits in "Die Revolution ist vorbei" davon, dass mich Träume sehr inspirieren können. Aber auch andere Dinge inspirieren mich und ich habe mal versucht, hier meine Top 5 für Charakter-Inspiration zusammen zu stellen.

Die Revolution ist vorbei


Foto © theswedish

Es gibt die unterschiedlichsten Dinge, die einen inspirieren können. Bei mir waren das schon immer meine Träume, die sehr, sehr unterschiedlich, vielfältig und insbesondere intensiv waren / sind. Einer dieser Träume enthält Gedanken und Gefühle, die ich bis heute nicht vergessen kann, obwohl er mittlerweile fast sechs oder sieben Jahre alt ist. Ich habe versucht, das, was ich in diesem Traum sah und empfand, obwohl ich nicht ich selbst war, hier zu verschriftlichen. Denn ein bisschen wird davon auch in BIRDKIN einfließen - nicht genau so, aber ein wichtiger Punkt in diesem Buch ist stark davon inspiriert.


"Hier jedoch, an diesem Ort (...), war alles verstummt. Und zwar nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart."

"Hast du je ein Cover für eines deiner Bücher entworfen?"

Logo zur Montagsfrage. Gestaltung © paperthin/Schreibwahnsinn // fieberherz.de
Die Montagsfrage für Autoren von Schreibwahnsinn, nach einem Konzept von Paperthin.

Hast du je ein Cover für eines deiner Bücher entworfen oder es dir vorgestellt? Wenn ja, wie sieht es aus?

Der aufmerksame Leser weiß, dass dieser Blog das Entstehen meines ersten Romans begleitet, daher kann ich nicht wirklich auf andere publizierte Bücher zurückgreifen. Allerdings klappt es mit der Beantwortung dieser Montagsfrage doch noch gut, denn das Romanprojekt existiert in seinem ersten Entwurf ja schon ein paar Jahre. Und bevor ich es doch wieder ruhen liess, entwarf ich tatsächlich spaßeshalber Cover dafür - da kamen mir meine paar Kenntnisse in Photoshop durch (Amateur-) Webdesign und meine Fotografen-Ausbildung ganz gelegen. Erste Cover entstanden um 2009/2010 herum, vornehmlich für BookRix. Leider kann ich hier nicht mehr zeigen, weil ich keine weiteren Entwürfe auf meinen Festplatten gefunden habe. Dennoch kann man z.B. alte Titel des Romans sehen (bislang existiert ja kein neuer, aber es wird definitiv keiner dieser hier werden mittlerweile lautet der Titel tatsächlich SAINT BLAKE...) :)

Neu auf dem Blog: Die Montagsfrage.

Neu auf dem Blog: Die Montagsfrage.

Letztens darüber gestolpert und direkt in eine Idee verliebt - und zwar die der Montagsfrage für Autoren von Schreibwahnsinn, der ursprünglichen Idee von Paperthin nachempfunden. Ich muss zugeben, ich bin nicht sonderlich gut darin, so etwas regelmäßig zu machen. Montagsfrage impliziert eine Regelmäßigkeit, die ich nicht nie versprechen werde einhalten zu können. Aber hin und wieder möchte ich so eine Montagsfrage hier posten, weil ich diese zusammen mit den dazugehörigen Antworten an sich spannend und aufschlussreich bei anderen Autoren finde. Bin zwar eher blutiger Anfänger als tatsächlich Autor, aber auch Anfänger dürfen laut Beschreibung mitmachen :) Also los!

Die Montagsfrage für Autoren von Schreibwahnsinn, nach einem Konzept von Paperthin.

Wie viele Ideen schlummern in deinen Notizbüchern?

Eigentlich besitze ich ganz viele Notizbücher, aber es steht kaum etwas drin. Habe da so eine Angst, ein schönes Buch mit etwas vollzukrakeln, das mir am Ende nicht mehr gefällt und damit eben nicht zu einem schönen Notizbuch passt. Deswegen muss ich die Frage ein bisschen umformulieren: Wie viele Ideen hast du noch auf Lager?

Recherche & neues Layout (mal wieder)

Recherche & neues Layout (mal wieder)

Bücher zur Recherche stapeln sich. Foto © Steffi Koch // fieberherz.blogspot.de

Im Moment wollen die Prüfungen und mein Praktikum für's Studium vorbereitet werden, daher passiert nicht ganz so viel an der Schreibfront. Zumindest aber habe ich mir ein bisschen Lektüre zur Recherche ausgeliehen und werde schon mal teilweise (digital) kopieren, damit ich später damit weiter arbeiten kann. Momentan freue ich mich auch (noch) auf die Lektüre, weil ich noch einiges für die Konstruktion von Erins Welt dazulernen möchte!
Außerdem hat sich das Layout drastisch geändert, denn das alte (und insgesamt zweite also) ging mir auf die Nerven mit all dem Rosa! Den Header fand ich noch ganz nett, aber er passte insgesamt doch nicht zum Romanprojekt. Jetzt also alles neu. Feedback ist gerne gesehen! Bitte auch gerne melden, wenn irgendwas nocht nicht funktioniert, merci :)

Neues Layout für den Blog. Gestaltung © Steffi Koch // fieberherz.blogspot.de

Du bist, was du jobbst?

Der Beruf einer Romanfigur fügt Attribute in Sachen Charakter und Sozialkontakte hinzu.  Foto © Jeff Sheldon // fieberherz.blogspot.de
Foto © Jeff Sheldon

Die Wahl des Berufes für meine Figuren empfinde ich als enorm wichtig - sie macht eine Figur glaubwürdiger (oder im schlimmsten Falle auch eben nicht) und hilft, sie in ihrem Charakter umreissen/darstellen zu können, ohne dies explizit erläutern zu müssen. Zwischen-den-Zeilen-Maßnahmen mag ich ungeheuer gerne.
Tatsächlich habe ich dem Thema früher nie wirklich Beachtung geschenkt und mehr aus dem Bauch heraus ausgewählt, was mir für eine Figur passend erschien. Oftmals habe ich mich davon leiten lassen, was ich mir selber vorstellen könnte auszuüben oder zumindest wünschte, dass ich es könnte. Vielleicht, weil es dann mehr Spaß machte, darüber zu schreiben, das Schreiben an sich also leichter von Hand ging.
Mittlerweile glaube ich aber, dass man abwägen sollte, ob bei der Berufswahl zu sehr persönliche Vorlieben reinspielten und dies der Glaubwürdigkeit der Figur Abbruch tun könnte. So setze ich das auch für BIRDKIN um, besonders wichtig natürlich die Hauptfiguren, deren Leben unter stärkerer Beobachtung und Beurteilung durch den Leser stehen.


Die Protagonistin, die Liebe und die Glaubwürdigkeit.

Die Protagonistin, die Liebe und die Glaubwürdigkeit.

Gemeinsam oder einsam? Muss es überhaupt immer Liebe sein? Foto © fieberherz.de

Erin Day wird hauptsächlich diejenige sein, die sich durch BIRDKIN kämpft, dabei lebt, liebt, gewinnt und auch verliert. Sie wird Heldin und keine Heldin, Wasser und Stein zugleich sein. Will damit sagen: Wenn ich es schaffe, ist sie nicht ein Stereotyp, sondern wirklich eben einfach Erin Day, eine überaus menschliche Dame, obwohl sie nicht einmal ein Mensch ist. 
Das "Problem" an weiblichen Protagonisten ist jedoch häufig, dass scheinbar ein "Liebes-Happy-End" erwartet wird – gemessen an Häufigkeit solcher Kunstgriffe bei weiblichen Hauptcharakteren in vielen Romanen zumindest. Damit könnte ich generell dienen, mag ich aber gar nicht so sehr mit BIRDKIN. Es kommt ein bisschen darauf an, wie sich die Geschichte entwickelt und es kommt mir vor allem auf eines an: Glaubwürdigkeit.

Untot und deswegen ziemlich tot.

Vampire in der Literatur sind (leider?) keine Seltenheit mehr. Abfotografiert aus "Das fünfte Imperium" von Viktor Pelewin // fieberherz.de

Vielleicht hat einer von euch die Info-Seite mal irgendwann überflogen, wo unter anderem von "Fantasy" die Rede ist. Das ist irgendwie das traurigste Wort, das ich je hingeschrieben habe, weil es für etwas steht, für das ich mich ein bisschen schäme. 
Warum ich mich schäme? Weil es um ein Thema geht, das in den letzten Jahrzehnten zwar immer irgendwie ein bisschen präsent war, heutzutage aber kaputt geschrieben wurde. Es ist Teil des Mainstreams geworden, sämtliche Buchhandlungen bersten vor Trittbrettfahrer-Publikationen. Ahnt jemand nun, worum es gehen könnte? Nun ja, Vampire eben ;)


Wie ich Namen festlege

Das Vergeben von Namen für die Figuren eines Romans ist mal planvoll, mal zufällig. Gestaltung © fieberherz.de
Model © sinn-stock // Textur + Collage © FIEBERHERZ

Bei keinem anderen Projekt, sei es eine andere Romanidee oder eine Kurzgeschichte, habe ich so lange für das Festlegen der Namen weniger Figuren gebraucht wie bei meinem Romanerstling.
Woran kann das liegen?, habe ich mich gefragt. Zum einen sicherlich an so banalen Dingen wie Stress, Ablenkung, Unkonzentriertheit (hallo Uni-Prüfungen!). Aber auch eine gewissen Unentschlossenheit besonders anfangs hinsichtlich des Wann und Wo des gesamten Romans und der neuen, stringenteren Herangehensweise an das Projekt (= nicht warten auf Inspiration, sondern geplant hinsetzen und erabeiten).

Entscheidende Kriterien für die Namenswahl gibt es sicherlich einige und einige davon sind auch durchaus Ansichtssache. Dennoch will ich hier einmal meine persönlichen Eckpunkte auflisten, nach denen ich bislang arbeite und so auch bei diesem Projekt. Kritik und/oder Ergänzungen sind natürlich gerne gesehen, das habe ich mir ja nur selber so zurecht gelegt :)

Statt Papier, Schere und Kleber – Tumblr.

Um Inspiration jeglicher Art zu sammeln und sie auf sich wirken lassen zu können bedarf es einer gewissen Art der Organisation. Das kann ein Kasten sein, in dem wild Schnipsel herumfliegen, oder eine Pinnwand. Oder auch ein Sammelalbum. Und letzteres gibt es ja seit einigen Jahren in digital, mit der Möglichkeit, die äußere Gestalt zu beeinflussen - nämlich Tumblr.



Mein TUMBLR (lichtnacht.tumblr.com) als 'mood board' zum Romanprojekt BIRDKIN // fieberherz.blogspot.de

Es ist verführerisch einfach, dort zu sammeln, was gefällt. Viel zu viel Zeit habe ich deswegen schon in den Weiten Tumblrs verbracht, dafür aber auch jede Menge Input erhalten. Es fällt mir persönlich einfach leichter, so eine digitale Sammlung anzulegen. Händische Sammelalben oder gar Scrapbooking (als kreative Variante) finde ich zwar toll, bin dafür aber eindeutig zu ungeduldig und zu ungeschickt (eine furchtbare Kombination bei Perfektionismus!).

Für das Romanprojekt sammle ich bereits länger auf LICHTNACHT (erster Screenshot). Schwerpunkt liegt hierbei eindeutig bei den Charakteren und Charakterentwicklung, der Figuren Bewusstsein und auch Unbewusstsein. Dieser Tumblr ist defintiv das Herzstück aller "Recherche" bislang. Hier steckt soviel Zeit und soviele Gedanken und Gefühle drin. Der Tag, an dem ich diese Sammlung verlöre, wäre ein furchtbarer. Denn die Charaktere, ihre Hintergründe, ihre Entwicklung, ihr Innenleben, sind mir ungemein wichtig und daher ebenso LICHTNACHT.




Mein TUMBLR (goldgrau.tumblr.com) als Inspiration für Kleidung, Technik und Architektur zum Romanprojekt BIRDKIN // fieberherz.blogspot.de



Seit wenigen Monaten existiert auch ein zweiter Tumblr, GOLDGRAU, wo ich mich mit dem Thema Clockpunk und Steampunk auseinandersetze. BIRDKIN wird zwar keinesfalls ein Clock- und/oder Steampunk-Roman, in bestimmten Punkten wird es aber dennoch Anleihen davon beinhalten. Die hier gezeigten Bilder sind, wie gesagt, einfach zur Inspiration da und sollten jetzt nicht als bezeichnend für den Roman an sich gesehen werden ;) 

Bislang komme ich sehr gut mit dieser Sammlung klar, besonders, weil ich sie in mein digitales Projekt-Album von Scrivener "hineinfiltere", d.h. nach nochmaligem Durchsehen der Sammlung gewisse Dinge extra herunterlade und bestimmten Themen zuordne - sozusagen als Quintessenz, ein Art "von Vielem zu Wenigem" (eine Methode, die ich sowieso liebe, auch wenn sie manchmal zum Verzögern des Wesentlichen verleitet). Das wäre mit einem Sammelalbum in Papierform nur bedingt möglich bzw. würde aufwändiges Scannen/Kopieren erfordern.
Warum sollte ich bloggen, wenn das Ende ungewiss ist?

Warum sollte ich bloggen, wenn das Ende ungewiss ist?

Das erste Kapitel beginnen. Foto © fieberherz.de

Die Frage im Posttitel habe ich mir sehr oft gestellt, bevor ich diesen Blog anlegte. Ein guter Freund, der ebenfalls gerne und gut schreibt, fand zudem, dass ein Blog über das Romanprojekt den Druck beim Schreiben nur unnötig verstärken würde.
Auf der anderen Seite habe ich gemerkt, dass der Wunsch, eines Tages einen Roman fertigzustellen, ungeachtet irgendsolcher Träume wie "Veröffentlichung", "Erfolg am Buchmarkt" (denn beides ist nicht Ziel, sondern die Fertigstellung an sich ist es), einfach nur schlimmer, dringlicher, quälender wird, wenn ich mich nicht systematischer als zuvor mit dem Handwerk des Schreibens auseinandersetze. 

Also ist dies hier ein Projekt in zweifacher Hinsicht: Das Projekt "Buch schreiben" an sich, und das Projekt "Über den Prozess per Blog reflektieren". Da ich jedoch studiere, arbeite und bereits auf VIOLETS blogge, wird es hier nicht jede Woche Updates geben. Aber dennoch möchte ich mich bemühen, einigermaßen regelmäßig Rückmeldung zu geben zu den verschiedensten Themen rund um das Projekt :) Vorrangig dabei an natürlich "Rückmeldung an mich selber", als eine Möglichkeit, den Prozess zu dokumentieren. Autorenblogs sind allgemein kein Publikumsrenner und solche von unbekannten Schreiberlingen wie mir ohnehin nicht. Dennoch freue ich mich über jeden Kommentar (ich würde lügen, wenn ich anderes behauptete - es realistisch zu betrachten schließt ja kleine Freuden nicht aus...) :) Wie ich es auch schon bei VIOLETS halte, wird auch jeder Kommentar beantwortet.

Alle weiteren Links im Menü werden allmählich aktualisiert, also bitte verzeiht, wenn das alles noch etwas roh ist. Das Layout an sich bleibt so simpel, ja... Es soll hier nicht um Optik gehen, sondern um Inhalt! Und wer mich nur ein bisschen kennt und vor dem Hintergrund, dass ich Design studiere, der kann sich denken, wie schwer mir eine optische Reduzierung fiel. Aber wie soll ich mich fühlen, wenn ich 3000 Stunden in die Gestaltung stecke, aber keine Zeile geschrieben habe für das Buch...?
 

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