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Herzattacken und Buchstabensalat

Bei einem Schreibmarathon widmet man sich die ganze Zeit seinem Projekt. Foto © fieberherz.de

Das war also heute mein erster Schreibmarathon! Leider viel zu kurz geraten, aber da war ich selber Schuld. Zumindest mein Ziel von 1000 Wörtern habe ich erreicht, es sind genau genommen immense 1030 geworden. Manch anderer aus der Gruppe, die rund 20 Teilnehmer zählte und per Facebook organisiert wurde, knackte die 3000er-Marke, was natürlich wesentlich toller gewesen wäre. Aber jeder fängt irgendwo an :)

Wie in dem eingangs verlinkten Beitrag ersichtlich, hatte ich gewisse Hoffnungen, aber auch Befürchtungen hinsichtlich dieser Methode um Text zu produzieren. Bevor ich jedoch darauf eingehe, habe ich hier einmal eine kleine Übersicht meines Tages, die deutlich meine Baustellen erkennen lässt ;) Vorher muss ich noch sagen, dass der Vater vom Herzjungen Samstag Geburtstag feierte und wir morgens nach dem Frühstück zurück nach Hause fahren wollten. Was wir auch taten. Aber mehr dazu lest ihr jetzt!


Was alles geschah...


09:00h Frühstück. Herzjunge schläft noch tief und fest.
10:00h Offizieller Schreibmarathon-Start. Dass ich später anfangen würde, war klar, da wir noch 1h Fahrt vor uns haben.
11:30h Endlich Abfahrt!
13:30h Wegen Bauarbeiten doppelt so lange wie sonst für Rückweg gebraucht. Müde :(
14:00h Bisschen was essen + Serienepisode gucken.
14:45h Zweite Episode. Ohoh...
15:30h Nickerchen. So heiß....
16:30h Immer noch so heiß. Noch ein Nickerchen.
17:45h Hui, jetzt aber anfangen!
18:00h Haare hochgesteckt, Brille auf der Nase, Energy-Drink gezückt, Dokument an Laptop bereit.
18:01h Laptop geht aus. Schließe verwirrt Ladekabel an. Hatte Laptop doch extra geladen?!
18:02h Laptop geht wieder an... und direkt wieder aus. Panik!
18:25h Das gleiche Spiel noch einmal. Panik nur größer.
18:45h Laptop geht an... und bleibt an! Schnell Backup machen!
19:00h Backup beendet, los geht's!
19:30h Kein Wort geschrieben. Dafür vier Artikel auf ZEIT online gelesen. Na toll.
20:00h Der erste Satz ist überwunden, langsam fluppt's.
22:00h Offizielles Ende des Schreibmarathons, aber persönliches Ziel der 1000 Wörter nicht geknackt - also weiter!
22:45h Huch! 1030 Wörter! Und schon so spät! Egal - Ziel erreicht ♥


Was lerne ich daraus?

Tja, verschiedene Dinge. Die größte (neuerliche) Erkenntnis ist wohl die, dass ich ein eher nachtaktiver Mensch bin. So ein Schreibmarathon am Tage ist zwar sehr jobverträglich, aber bin in der Dunkelheit irgendwie produktiver. Außerdem ist es dann auch gemütlicher!
Weiterhin schreibe ich derzeit immer noch am besten mit instrumentaler Musik (ich habe aus dem Birdkin-"Soundtrack" extra die Instrumental-Stücke zu einer eigenen Playlist zusammengefasst). Sobald jemand singt, höre ich eher auf den Text und bin gedanklich nicht immer so sehr beim Schreiben, wie es eigentlich sein sollte.
Die Organisation per Facebook hatte den Vorteil, dass man schnell Feedback zu Fragen rund um's Schreiben bekommt. War mir aber nicht sicher, ob mich das Lesen in der Gruppe nicht doch manchmal abgelenkt hat...
Schön zu merken: Ich bin definitiv in der Lage, eine Schreibblockade zu überwinden (vermutlich noch besser/eher, wenn es nicht so ultraheiss draussen ist :p). Auch wenn der Schreibschweinehund dieses Überwinden gerne hinauszögert. Kann aber nur besser werden :)
Zum Thema "Wie erkläre ich, warum ich unbedingt nach Hause möchte?" - ich habe einfach gesagt wie es ist. Dass ich mir vorgenommen habe, schreibtechnisch was zu schaffen. Also quasi "mit mir selbst verabredet" bin. War gar kein Problem & ich habe mir wohl wieder zu viel Gedanken gemacht...

Lieblingsstelle aus dem Text

Unbetiteltes Spin-Off zu Birdkin, im Mittelpunkt Erin und Lumnie.

Als sich jedoch plötzlich menschliche Umrisse am Fenster abzeichneten, die niemals die von Kazuo sein konnten, erschien es dem Mädchen nun geradezu lächerlich, ihr eigenes Hiersein angezweifelt zu haben. Neue Leute bedeuten neue Abläufe. Neue Abläufe muss man studieren, um das Risiko zu verringern, entdeckt zu werden. Sie grinste zufrieden bei diesem Gedankengang. Hier geblieben zu sein stellte sich als ungemein gute Entscheidung heraus.

Warum ist dies eine Lieblingsstelle? Weil dies kurz vor dem Augenblick ist, in welchem Erin und Lumnie sich zum ersten Mal begegnen und damit eine für beide wichtige Freundschaft ihren Lauf nimmt. Dennoch wäre ich mir nicht so ganz sicher, ob nicht doch noch Augenblicke kommen, in denen Lumnie den letzten Satz nicht anderes gedacht hätte - hätte sie zumindest in die Zukunft blicken können ;)

Kommentare

  1. Hallöchen,

    dass das mit deinem Marathon nicht ganz so glücklich gelaufen ist, ist ja schade, vor allem das mit dem Pc hab ich auf Twitter mitbekommen :/
    Doch dass du dich dennoch aufgerafft hast (und die Prokrastination durchbrechen konntest ;D) find ich gut und auch das Ziel zumindest 1000 Worte zu schaffen.

    Die Textstelle find ich ebenfalls sehr ansprechend. Ich steh ja auf so Gedankengänge, bevor eine Figur eine lebensverändernde Begegung macht.


    Grüßle :)

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    1. Hey, danke für dein Feedback :)♥ Das mit dem Laptop war echt eine kleine Panikparty... Gott sei Dank mit gutem Ausgang! Vermutlich war es dem Kleinen zu heiß/schwül. Konnte ich ja deutlich nachvollziehen :p
      Freut mich, dass dir die Stelle gefällt! Es ist sicherlich noch ein bisschen abstrakt, aber ein paar Dinge werden im Kontext des Spin-Offs noch klar, den ich auch nach Fertigstellung und ein, zwei Korrekturläufen online stellen werde.

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  2. Hallo!

    Erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass du dein Ziel erreicht hast! Es motiviert immer, wenn man ein selbstgesetztes Ziel eingehalten hat, finde ich. Zudem war dein Start ja etwas holprig... Für solche Pannen bin ich aber auch prädestiniert. ;) Erst kann man aufgrund äußerer Bedingungen nicht schreiben, dann ist man ein bisschen kaputt und braucht ne Pause und schon ist der halbe Tag rum und man hat noch nichts geschafft. Dann will man unbedingt anfangen und wieder geht es nicht, weil einem etwas in die Quere kommt.

    Schön, dass du schon mal einen Einblick in dein Werk gewährt hast. Da kann man natürlich nur gespannt sein! Ich bedauere ein bisschen, dass ich gestern selbst nicht dazu kam, auch an dem Schreibmarathon teilzunehmen. Ich hätte das gerne gemacht, weil man im Alltag eben selten Zeit dazu findet und gestern eigentlich eine gute Gelegenheit gewesen wäre. Nun ja, vielleicht gibt es ja bald mal wieder einen Schreibmarathon. Ich freu mich jedenfalls über weitere Schreiberfahrungen von dir!

    Liebe Grüße,
    Kirsch



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    1. Hallo Kirsch, danke für die Glückwünsche :)♥ Bin auch sehr froh, das Ziel erreicht zu haben. Dass andere doppelt oder dreifach so viel geschafft haben stört mich daher nicht wirklich. Ganz im Gegenteil: Ich sehe das einfach als Ansporn an.

      Gibt es sicherlich noch einmal :) Ist ja jetzt wohl auch schon der 9. Schreibmarathon von Schreibwahnsinn gewesen und ein Ende ist erstmal nicht in Sicht! Und wenn man nicht warten möchte, kann man sich ja mit Freunden und Bekannten zusammentun, die ihrerseits wieder andere Leute einladen.

      Dein Blog sieht übrigens toll aus, bin meinerseits auch gespannt auf deine Beiträge :)

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    2. Eben, du hattest halt etwas andere Voraussetzungen und 1000 Worte sind super. :)

      Stimmt, solche Gelegenheiten gibt es bestimmt wieder mal. Man kann sich natürlich auch allein hinsetzen und sich ein Limit setzen, aber mit Freunden macht es in der Tat manchmal mehr Spaß, weil man sich austauschen kann und dadurch noch mal extra motiviert wird.

      Danke übrigens für das Kompliment! Das freut mich sehr. Ich muss noch einiges an Arbeit in den Blog stecken, aber das wird schon. ;) Ich möchte vor dem Start noch ein bisschen Material zusammenstellen, um dann auch gleich zu Beginn auch interessanten Input für die zukünftigen Leser zu haben. Aber bald gehts hoffentlich los. :)

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