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Notizen reloaded

Statt Notizbuch die "Notiz-App". Foto © fieberherz.de

Weil ich leider, leider nicht in der Lage bin, ein Notizbuch konsequent zu führen (und da kann es noch so hübsch sein), musste eine andere Lösung her. In diesem Fall griff ich auf etwas zurück, das ich im Gegensatz zu einem Notizbuch eigentlich nie vergesse – mein Smartphone. Apps wie Evernote oder OneNote sind als Verwaltungsprogramme von Gedankenfetzen recht erfolgreich und können ganz schön viel. Aber ist viel immer gut?

In letzter Zeit stelle ich fest, dass ich ständig über BIRDKIN nachdenke. Versuche, sich Blitzeinfälle für später zu merken, seien es wichtige Fragen oder konkrete Ideen, scheiterten. Tatsächlich erinnere ich mich häufiger an die Sensation des Einfalls, als an den Inhalt. Das ist auf Dauer (und ich denke, das kennen einige) ganz schön frustrierend.

Schließlich lud ich mir Evernote, OneNote und Google Notizen auf mein HTC One M7. Als nächstes möchte ich euch stichpunktartig zeigen, was ich gut und schlecht bei den drei Apps fand. Wobei gut nicht gut und schlecht nicht schlecht sein muss (dazu zum Schluss mehr). Bitte beachtet dabei, dass ich mich nach einer Woche bereits für eine App entschieden habe, sodass ich bei den Tests nicht allzu sehr in die Tiefe gehen konnte. Für genauere Berichte bitte Google um Rat fragen :)

Evernote

kostenlos (mit Beschränkungen u.a. in Uploadvolumen mtl.)
ansprechende, moderne Gestaltung
Erstellen verschiedener Notizbücher
Unterteilung der Notizbücher (u.a durch Verschlagwortung)
Darstellung Notizen in Liste mit Kurzvorschau des Inhalts
 Kennzeichnung noch zu synchronisierender Inhalte
Versch. Möglichkeiten, Text hervorzuheben
  Einstellung von Erinnerungen

unübersichtliches Einstiegsmenü
Audio-zu-Text-Option instabil 
Texthervorhebungen etwas hakelig einzufügen
Kurzvorschau Notizeninhalt irgendwann unübersichtlich
zusätzliche App notwendig, um in Bilder zu zeichnen
versehentlich gelöschte Notizen bleiben gelöscht






OneNote

kostenlos
übersichtliches Einstiegsmenü
Erstellen verschiedener Notizbücher
Versch. Möglichkeiten, Text hervorzuheben
Texthervorhebungen intuitiv einzufügen
ohne zusätzl. App in Bilder und Notizen zeichnen
Größe des Notizfelder veränderbar
Einstellung von Erinnerungen

nüchterne, wenig ansprechende Gestaltung
keine Verschlagwortung möglich
Darstellung Notizen nur in Textliste
keine Kennzeichnung noch zu synchronisierender Inhalte
Audio-zu-Text-Option instabil
versehentlich gelöschte Notizen bleiben gelöscht


 



Google Notizen

kostenlos
übersichtliches Einstiegsmenü
ansprechende, moderne Gestaltung
Audio-zu-Text-Option stabil 
visuelle Trennung der Notizen durch untersch. Hintergründe
versehentlich gelöschte Notizen werden noch 7 Tage archiviert

● Erstellen verschiedener Notizbücher nicht möglich
keine Möglichkeiten, Text hervorzuheben
keine Möglichkeit, ohne zusätzl. App in Bilder zu zeichnen
Größe des Notizfelder nicht veränderbar
keine Verschlagwortung möglich
keine Kennzeichnung noch zu synchronisierender Inhalte


Wenn man jetzt schaut, schneidet Google Notizen eigentlich am "schlechtesten" ab, zumindest, was die grobe Vielseitigkeit der Features angeht. Entschieden habe ich mich aber genau für diese App. Wieso, wenn so vieles gegenüber den anderen Apps fehlt? Vielleicht, weil es meinem alten Notizbuch, das ich ständig irgendwo vergaß, fast genauso gestrickt war wie die Google-App: im Vordergrund steht nicht die Kategorisierung meiner Gedanken, sondern das bloße Herausfließen-Lassen. Der ursprüngliche Flow, von wegen "raus mit den Gedanken", der ist mit Notizen immer noch da. Nur ist die digitale Version doch ein bisschen besser (Sicherungskopie olé). Bei den anderen Apps ärgerte ich mich in kürzester Zeit viel zu häufig über irgendwelche Sachen, die ich aber vorher auch nie vermisst hatte. Ganz nebenbei bin ich ein großer Fan von Audio-zu-Text und das läuft hier auch hervorragend (natürlich nicht perfekt, aber das macht mir nichts). Einen unmittelbareren Weg, seine Gedanken loszuwerden, kann es dann wohl kaum geben, wenn man sie ausspricht und dann quasi direkt lesen kann...

Wie sieht das bei euch aus? Sind solche Notiz-Apps interessant? Oder geht nichts über das handschriftlich geführte Notizbuch?
 

Kommentare

  1. Hallo
    ich bleibe lieber bei meinen schönen Notizbüchern, wo ich genau weiß, wer meine Notizen lesen kann und wer nicht. Du hast bei der Google App übrigens einen Negativpunkt doppelt ;).
    Grüße

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    1. Kann ich nachvollziehen, zumindest, wenn es um wichtige Notizen geht, die sensible Daten enthalten! Für mein Romanprojekt ist das jetzt nichts, was gegen die Nutzung der App spräche. Einmal stehen da keine sensiblen Sachen in meinen Notizen, außerdem sind die nicht öffentlich.

      Danke für den Hinweis, ist mir echt entgangen :D Korrigiert!

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  2. NOTIZBÜCHER FTW! ♥

    Mehr kann ich nicht sagen, weil ... is halt so :D

    Der Kommentar is diemal sehr überschaubar ó_o

    Grützi

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  3. Notizen sind bei mir auch immer irgendwie ein wunder Punkt. Ich kriege es nicht auf die Reihe, ein ordentliches Notizbuch zu führen. Meistens habe ich mehrere für verschiedene Sachen in Gebrauch und bei spontanen, dringenden Einfällen schnappe ich mir schnell den nächsten Zettel und unterwegs kommt mein Handy ins Spiel. Darauf ist eigentlich eine To-Do-Listen-App, die ich einfach zweckentfremde. Also meine Gedanken und Ideen sind immer überall und es ist ziemlich chaotisch und manchmal sehr unübersichtlich. Aber irgendwie brauche ich das auch. Ich mag es einfach, Sachen analog aufzuschreiben. Also auf nur das Handy umzusteigen, ginge wahrscheinlich gar nicht.

    Aber freut mich, dass es für dich so gut klappt und du eine App gefunden hast, mit der du arbeiten kannst!

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    1. Aber findest du denn dann die ganzen Zettel wieder O_O? Oder dein Schreibtisch sieht aus wie meiner, nämlich wie nach dem Auskippen des Papierkorbes, haha X,D?

      Dieses "nur digital" erschien mir anfangs auch utopisch. Aber bei aller Lieben zu den analogen Dingen musste ich einfach feststellen, dass meine Gedanken am besten fließen, wenn ich sie möglichst zügig verschriftlichen kann. Da es aber auch noch echt HASSE, wenn die Notizen gekrakelt sind und nicht gut aussehen, ich aber mit meiner Schönschrift 3 Jahre für einen Satz brauche, ist digital der bestmögliche Kompromiss. Was übrig geblieben ist, das sind schnelle Skizzen, die ich dann übertrage, z.B. mit Scapple und/oder Scrivener (was jetzt das Werkzeug auf meinem Laptop ist).

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  4. Hey =) Das mega lustige ist, ich habe das gleiche Telefon und bin auch total von der Google Notizen App überzeugt. So "plane" ich auch alles im Bezug auf meinen Blog, die schlichte Unterteilung in Bilder, Notizen und To - Do's ist der Hammer. Und ich meine... mehr braucht man nicht. Außerdem ist auf dem HTC schon so viel von Google vorinstalliert, eine Google App mehr oder weniger ist da nicht relevant. Und wenn sie spionieren wollen, bitte! :D
    LG Cörnchen

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