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Vom Wortstrecken sprinten

Beim Schreiben einen Plan zu haben, hilft. Foto © fieberherz.de


Wer meinen Account FIEBERHERZ auf Twitter verfolgt, hat schon ein bisschen von meinem "Schreibsprint" mitbekommen, mit dem ich testen wollte, wie ich mich täglichem Produzieren von Text klarkomme. Sechs Tage lang galt es, täglich mindestens 200 Worte zu BIRDKIN zu schreiben, egal wann am Tag und OHNE Korrektur des vorher Geschriebenen. Ich habe über Twitter jeden Tag meinen word count gezwitschert, hier auf dem Blog wollte ich ein bisschen ausführlicher davon berichten.


Auf diesen Schreibsprint bin ich eigentlich nur gekommen, weil ich Panik schob wegen einer anstehenden Hausarbeit und gleichzeitig ein schlechtes Gewissen hatte, vorher nicht soviel an BIRDKIN gearbeitet zu haben, wie ich gerne wollte. Sechs Tage waren es nur zufällig  die Idee kam mir an einem Dienstag und am Montag darauf wollte ich das Ganze abgeschlossen haben, um mit der Hausarbeit beginnen zu können. Also völlig banal! Aber nun zum Ablauf...


 Was alles geschah...


Tag 1
315 Wörter geschafft und den Herzjungen dafür erfolgreich beiseite geschoben (gar nicht so einfach, wenn man am liebsten nur kuscheln wollte gerade). Nicht einmal auf den word count geguckt und schön über die Marke geschossen  zumindest ein bisschen.
Tag 2Dieses Mal mit 241 Wörtern recht knapp dabei. Etwas übermüdet/umnebelt geschrieben, aber nach einem Anflug von gekränktem Ehrgeiz nichts darum gegeben. Hauptsache geschrieben!
Tag 3Na nu, es werden immer weniger? 218 Wörter sind's geworden. Musste mich stark gegen den Drang wehren, Geschriebenes zu korrigieren/umzuformulieren. Fast geschafft. Also ein kleines bisschen doch korrigiert :p
Tag 4Heute fast das Schreiben vergessen! Gott sei Dank noch vor dem Einschlafen gemerkt und 216 Wörter geschafft. Gut finde das gerade nicht von mir selber...
Tag 5Kein guter Tag, weil privat was gehörig schief lief und alles, einfach alles binnen Minuten auf den Kopf gestellt wurde. Tatsächlich trotzdem 267 Wörter geschrieben und mich dabei gefühlt wie ein an Herzschmerz leidender Teenager. 
Tag 6Heute ernsthaft das meiste mit insgesamt 325 Wörtern geschafft. Herzschmerz und Kater damit betäubt, auch mal... interessant. Oder so.

1582 Wörter insgesamt ♥


 Was lerne ich daraus?

Diesen Schreibsprint werde ich sehr, sehr gerne nochmals wiederholen! Er lässt sich flexibel in meinen Alltag (sowohl in Monats-, Wochen-, als auch Tagesplanung) einbauen, eben wenn es gerade passt. Ich kann mir unterschiedliche Fristen setzen und wenn ich mir weiterhin realistische Ziele setze, werde ich damit auch immer kleine wohltuende Erfolge feiern können. Die kann ich bei meinem Schneckentempo gut gebrauchen :,D

Es war, wie ich schon vorher ahnte, schwer, nicht die vorher produzierten Texte zu korrigieren. Mit dieser Übung wollte ich aber eben erreichen, nicht mehr wie eine Irre gefühlt 3 Stunden an einem Mini-Absatz "herum zu korrigieren", sondern auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Bei Unsicherheiten lieber in Scrivener Notizen zu Inhalt/Ausdruck zu machen, um später in Ruhe einzelne Stellen prüfen zu können, aber vor allem, um einfach weiter zu schreiben. Auch wenn ich an Tag 3 hier ein kleines bisschen eingeknickt bin, konnte ich diesen Vorsatz ansonsten hervorragend umsetzen und hoffe, dass dies langsam nun Gewohnheit wird. Auch für den kommenden Schreibmarathon, dem SCHRIFTSTROM am 29. März, werde ich das dann sicherlich gut gebrauchen können!

Grundsätzlich jeden Tag (selbst nur 200 Wörter) zu schreiben möchte ich nach wie vor erst einmal nicht tun. Gerade jetzt bald nach Semesterbeginn und einem Abgabetermin Ende April, traue ich mir das erst einmal nicht zu. Mit solchen "Schreibsprints" bin als Zwischenlösung auch gut zufrieden.


Kommentare

  1. DAS muss ich mir glatt auch mal antun. Ich hab ja Phasen da schreib ich richtig viel und dann monatelang nichts, verlier die Beziehung zum Projekt und es landet wieder im Schubfach. Ich sitz jetzt wieder an was ganz neuem und überlege schon, wie ich strategisch geschickt daran gehe. Ein Schreibsprint wäre sicherlich eine sehr gute Methodik, da man ja versuchen sollte, jeden Tag das Schreiben zu integrieren. :) Super Idee!

    Liebe Grüße

    Tina

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    1. Liebe Tina, freut mich, dass dir die Idee des "Schreibsprints" gefällt :D Mir hat das auf jeden Fall geholfen, nicht nur kleine Schreiberfolge zu feiern, sondern sich auch das "Herunterschreiben" ohne Korrigieren anzugewöhnen :)

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