Worte in Seiten zu füllen

2015/03/17
Das lange Strahlen eines sonnigen Abends. Foto © fieberherz.de

Sich schreiben als Hobby auszusuchen oder gar als Profession, zieht eine gewisse Verpflichtung nach sich. Nämlich diejenige, die einen fesselt an Papier oder an Computer, die einem das Leben außerhalb der eigenen Gedankenwelt für die Augenblicke des Verfassens versperrt. 

Selbst wenn man zum Schreiben nach draußen geht, findet die einzige Interaktion im eigenen Kopf statt. Ironischerweise imitiert oder verdichtet oder verbiegt man in Texten das echte Leben (das grundlegende Material bleibt also immer dasselbe). 
Lange nur schreiben, tage- oder gar wochenlang, konnte ich noch nie. Möchte ich auch nicht. Ich habe die Paranoia, sonst das Leben leben zu verlernen. Und dann wüsste ich nicht so recht, was ich darüber schreiben sollte. Das, was mir "draußen" passiert, das, was ich höre, das alles ist mir mein Motor, der meine Glieder und meine Gedanken dazu bewegt, Worte in Seiten zu füllen.

Das lange Strahlen eines sonnigen Abends. Foto © fieberherz.de
Das lange Strahlen eines sonnigen Abends. Foto © fieberherz.de
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