SCHRIFTSTROM #4 – Ziele, Word War, Kampfgeist

2015/12/28
So gut es ging habe ich es mir in meinem alten Kinderzimer gemütlich gemacht. // Foto © fieberherz.de

Endlich gibt es mal wieder einen Bericht zum SCHRIFTSTROM – dieses Mal musste ich parallel den Hund nicht alleine babysitten und es gab keine Kopfschmerzen, die mir das Schreiben erschwert hätten. So konnte ich wirklich den mit Abstand erfolreichsten Schreibmarathon hinlegen, zumindest für mich persönlich.

Was alles geschah...


15:00h
Die Teilnehmer werden begrüßt und mal gefragt, welche Wortmarke das heutige Ziel ist. Nehme mir spontan 2000 Wörter aus, weil ich die beim zweiten SCHRIFTSTROM auch bereits geschafft hatte.
15:30h
Sanne und Tina stellen ihre SCHRIFTSTROM-Posts mit Live-Updates vor ♥ Fleißig, fleißig! Ich selber habe noch nicht angefangen zu schreiben – betreue noch die Twitter-Kanäle von FIEBERHERZ und SCHRIFTSTROM.
16:00h
Finde keinen Einstieg in die nächste Szene, ja, die Szene an sich ist komplett unklar. Vielleicht hilft ein word war mit anderen Teilnehmern, um die Gehirnwindungen mal durchzupusten?
16:30h
Der word war startet, mit dabei Antonia und Tina. Ich beginne verkrampft und komme gegen 17.00h in arge Zeitnot.
17:00h
Tina gewinnt den word war mit unglaublichen 1036 Wörtern, gefolgt von Antonia mit 690 Wörtern. Ich liege abgeschlagen auf dem dritten Platz mit 585 – aber zumindest geschrieben!
17:30h
Langsam schreibe ich mich warm und bin dertartig "drin", dass ich nur hin und wieder am Tee schlürfe, ihn aber tatsächlich gerade kalt werden lasse. Auch Lea stellt ihren Live-Post vor ♥
19:00h
Was ist da los? Bin bei 2200 Wörtern, trotz fleißigem Retweeten, Kommentieren, Motivieren! Vielleicht schaffe ich ja dann noch die 4000?
21:00h
Ganz dreist klinke ich mich nach Ankündigung etwas aus dem Geschehen aus – möchte noch 3500 Wörter bis 22 Uhr schaffen. Leider kämpfe ich mit einem Konzentrationstief, trotz anhaltendem Kampfgeist.
22:00h
Mein erstes Wortziel habe ich bereits um 19h geknackt, mein zweites am Ende leider nicht – statt der neu anvisierten 4000 oder 3500 bin ich jetzt bei 3045 Wörtern gelandet. Ich bin insgesamt zufrieden – aber heute wird noch geschrieben...



Fragen & Antworten

Wie immer habe ich Reizfragen zum Romanschreiben gestellt, die man beantworten konnte, wenn man wollte – direkt auf der Facebook-Veranstaltungsseite oder in einem Blogpost. Geantwortet habe ich direkt auf Facebook, die Antworten habe ich mit geringfügigen Korrekturen in diesen Post übertragen.
Was mich freut: Selbst beim mittlerweile vierten SCHRIFTSTROM hört mein Kopf nicht damit auf, vor Ideen für Fragen nur so zu übersprudeln :D♥


1. Welche Wortmarke möchtest du heute schaffen?

Ich hoffe, ich schaffe die 2k, was allerdings, wie immer, mehr am Moderieren liegt und der Tatsache, dass ich immer noch bei meinen Eltern zu Besuch bin und der Hund auf sowas wie Schreibmarathon keine Rücksicht nimmt :p


2. Welches Verhältnis zu Zahlen hat dein Protagonist und wieso?

Erin hat eine gute Schuldbildung genossen und ist überdies ziemlich gut im Kopfrechnen und Feilschen – Zahlen kamen und kommen da schon immer vor. Für ihre Arbeit als Gestaltmechanikerin muss sie auch mit Formeln umgehen können, nebem dem erforderlichen handwerklichen Geschick. Für sie sind Zahlen/Formeln aber nur ein Mittel zum Zweck, weder besonders toll, noch irgendwie negativ. Wenn man sie fragen würde, was sie an ihrem Job mehr mag, wäre es sicherlich so aus dem Bauch heraus das Zusammenbauen von Gestalten an sich, also weniger der rechnerische Aspekt, sondern vielmehr der kreative.


3. Wessen und welche Entscheidung trieb zuletzt den Plot voran?  +++ Spoiler +++ 

Roe hat sich entschlossen, die Dinge wieder mehr in die Hand zu nehmen und einfach wieder auf die Konsequenzen zu sch***en. Dadurch läuft er dieser Gruppe in die Arme, die sich Saint Blake nennt und erahnt nicht die Konsequenzen, die er eigentlich nicht mehr fürchten wollte. Die kennt nur die böse Autorin. Hehe.


4. Sind Kerzen immer gut für die Schreibstimmung oder eher nur im Winter?

Um meine Schreibfrequenz zu verbessern, verzichte ich auf den Komfort eines Schreibrituals, damit Prokrastination weniger Macht über mich hat. Das heißt, dass ich zwar Kerzen anhabe, aber nicht wegen des Schreibens – sondern, weil ich einfach in den letzten Tage viel unterwegs war und Kerzen mich generell beruhigen zusammen mit Tee und entspannender Musik. Die hätte ich auch ohne den SCHRIFTSTROM angemacht :)


5. Womit belohnt sich dein Antagonist nach einem langen Tag?  +++ Spoiler +++ 

Adara würde sich ihr Lieblingskleid anziehen und ihren schönsten Schmuck anlegen und sich dann mit einem/einer ihrer Gefährten/Gefährtinnen vergnügen, bis sie zufrieden einschlafen kann.


6. Welches Lied passt zu der Stelle, an der du gerade arbeitest?

Circles von Greta Svabo Bech (basierend auf Ludovico EInaudis Experience) ♥ DAS Lied für Roe und Bakash, seine kleine Ziehschwester. Und nicht nur dieser zerbrechlich klingende Gesang passt hervorragend – auch die Lyrics könnten von Roe selber stammen, wenn er noch Gedichte schreiben würde...

You are, you're singing our song
But you're heart is somewhere else I know
We are, we're trying to belong
Pick up the pieces left of us

We're burning out, we're burning down
We're the ashes on the ground
We're burning out, we're burning down
We've fallen underground

If you could see me running after you
You'd know, I've been running in circles round you
If we could turn the hours back in time
You know, I'd be running in circles round you
 Lyrics © Greta Svabo Bech

7. Was könnte ein Neujahrsvorsatz deines Protagonisten sein?  +++ Spoiler +++ 

Gäbe es das in BIRDKIN überhaupt, so würde Erin sich nichts extra vornehmen, denn sie zieht ohnehin durch, was sie anfängt. Und die vermeintliche Freiheit, die Umsetzung auf ein ganzes Jahr auszurollen, würde sie nur belächeln. Allerdings wäre das grundsätzlich etwas für Lumnie. Sie ist ein bisschen unglücklich verliebt, fühlt sich gleichzeitig nicht immer ganz ernst genommen. Am liebsten würde sie schneller erwachsen bzw. zur Frau werden. Ein Neujahresvorsatz könnte also so sein, die alten kindlichen Züge abzulegen, sich erwachsener zu verhalten – in der Hoffnung, den anderen dadurch zu imponieren und sich so Respekt udn Bewunderung zu verschaffen.



Was lerne ich daraus?

Ich überrasche mich selber immer wieder dieses Jahr – und das gibt mir Hoffnung, BIRDKIN (AT) in seiner Rohfassung 2016 zu beenden. Mein erstes Ziel habe ich drei Stunden vor Ablauf bereits geknackt, obwohl ich diesen SCHRIFTSTROM zusätzlich noch auf Twitter aktiver als sonst war. Normalerweise arbeite ich beim Schreibmarathon auf zwei Rechnern – der Laptop ist zum Schreiben, der PC für die sozialen Medienkanäle da. Wie sehr es eigentlich nur auf meinen Willen und meine Disziplin ankommt und wie wenig alles mit "luxeriöser" Organisation zu tun hat, durfte ich nun wieder einmal merken.

Im übrigen ging es für mich nach dem Schreibmarathon noch weiter. Weil mich die Endsumme nicht ganz zufrieden stellte, wollte ich zumindest noch die 3500 voll machen. Und als ich die erreicht hatte, musste ich unbedingt die 4000 schaffen, obwohl mir bereits die Augen brannten von der langen Bildschirmarbeit. Um 10 Minuten nach Mitternacht habe ich die 4k-Marke geknackt. Damit fehlen mir noch 500 Wörter zum Jahresendziel, die ich heute nach diesem Post zu Ende schreiben werde. Somit habe ich mein Ziel, 15.000 Wörter in 2 Monaten durch radikal veränderte Schreibroutine, 2 Tage vor Ende der Frist erreicht ♥ Ziel für 2016: 10k in einem Monat, also 333 Wörter pro Tag!

Immer noch liebe ich word wars – und mache viel zu wenig davon. Wieder hat der um 16.30h mir sehr geholfen, wobei es für mich letztlich nur darauf ankommt, dass ich geschrieben habe. Obwohl ich auch gewinnen möchte, gönne ich jedem den Sieg, weil ich mich nie völlig als Verlierer betrachten kann – denn immerhin sind einfach mal wieder viele weitere Wörter zum Manuskriptt dazu gekommen. Eigentlich ein Wettbewerb ohne Verlierer :)



Konsumiert wurde...

  • Fenchel-Anis-Kümmel-Tee mit Honig (meist kalt) 1,5 l
  • Amicelli 5 Stk.

Die Amicelli gingen übrigens erst zwischen 21 und 22 Uhr weg, als ich verzweifelt versuchte, auf mindestens 3500 Wörter zu kommen. Hat leider nichts gebracht, das Panik(fr)essen :p



Lieblingsstelle aus dem Text

Roe und Manon sind jetzt auch mal dran und nicht nur immer die Mädels! Zugegeben, hier geht es jetzt aber wiederum auch um eine Frau...

„Ach“, machte Roe und schüttelte den Kopf. „Vielleicht will sie das auch gar nicht. Wie gesagt, sie ist ja auch einfach so weg. Ich habe auch keine Lust, derjenige zu sein, der ihr hinterherrennt, nur um dann eine Absage zu kassieren. Schien mir nicht so, als wüsste sie nicht genau, was sie wollte. Sollte halt nur die Nacht sein. Fertig.“
  „Keine Lust auf Realität, hm?“
  „Die ist schon beschissen genug.“
  „Und wenn sie besser ist, als gedacht? Stell dir vor, dass man auch Dinge bereuen kann, selbst wenn man einen Augenblick vorher noch fest überzeugt schien.“
  „Bist du betrunken?“

Warum diese Stelle? Weil Manon – nett, wie er ist – versucht, seinem Freund zu helfen, der sich gerade "lieber" vor Sehnsucht verzehrt, als zur der Frau hinzugehen, nach der er eben Sehnsucht hat.
Kommentare zu "SCHRIFTSTROM #4 – Ziele, Word War, Kampfgeist"
  1. Echt tolle Übersicht ♥
    Deine Textstelle macht neugierig auf mehr - bin echt gespannt auf mehr :)
    Danke, dass ich dabei sein durfte ♥ Auch wenn ich nicht so produktiv war wie erhofft, aber ich war generell die Woche eher lahm unterwegs. Aber es gibt ja immer noch ein nächstes Mal :)

    LG ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für dein Feedback & für deinen Post von der Teilnahme :D♥♥♥

      Freut mich, dass die Übersicht gefällt :D Mir macht es auch immer sehr viel Spaß, sie zu erstellen – gute Reflexion über die wichtigsten Geschehnisse während des Marathons.

      Und wegen dem "nicht so produktiv" – es gibt immer bessere und "schlechtere" Phasen. Alles ist immer besser, als gar nicht zu schreiben :D Du hast geschrieben, also – super!

      Löschen