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Warum du Visitenkarten verdienst

Warum du Visitenkarten verdienst // Foto/Visitenkartendesign fieberherz.de

Anfang letzten Jahres dachte ich darüber nach, mir Visitenkarten drucken zu lassen. Weil ich zusehends mit Leuten über dieses Hobby spreche, das Schreiben an Buch und Blog. Weil ich gerne etwas mitgeben möchte, damit es idealerweise nicht nur bei dem Gespräch bleibt. Doch dann – Panik. Das hier ist ein Blog über einen nicht abgeschlossenen Schreibprozess. Was soll die Augenwischerei mit Pseudo-Professionalisierung? Wofür halte ich mich eigentlich?
Und doch sage ich jetzt: Mein Blog und ich, wir verdienen Visitenkarten. Es wird Leute geben, die sich fragen, warum das so sein soll. Aber auch solche, die dort kopftechnisch noch hin kommen wollen.  

Die Panik vor professionellerem Auftreten bestand auch aus Fragen wie: Wie hoch schraube ich damit Erwartungen? Kann ich die dann noch erfüllen? Ist das die Art von Druck, der mich wirklich noch antreibt? Oder mich eher verunsichert und lähmt?

Aus irgendeinem Grund bin ich mittlerweile darüber hinweg, es überhaupt irgendwem außer mir selbst recht machen zu wollen. Vielleicht, weil ich älter bin darin irgendwo verlorene Energie sehe, die ich besser in Recherche und Schreiben hätte stecken können. Ich weiß, dass ich dieses Jahr mit dem Überarbeiten anfangen kann, weil der Entwurf von SAINT BLAKE 2016 endlich fertig geschrieben sein wird. Und selbst wenn dem nicht so wäre (und ja, ich wiederhole mich): Mein Blog und ich, wir verdienen Visitenkarten. Ich behaupte weiter: Jeder, der irgendwo sein Herzblut reinsteckt, verdient Visitenkarten, verdient allgemein authentische Publicity. Verdient Neugier und Aufmerksamkeit von anderen für sein Herzprojekt.

Was sollen Visitenkarten bringen?

Grundsätzlich ist es keine Pflicht, Visitenkarten zu einem Blog zu haben. Das ist schon mal der erste gute Punkt an der Sache ;) Weitere Argumente, die dafür sprechen:
  • Identität festigen
    Logo und andere Gestaltungselemente deines Blogs stellen den Empfänger ein bisschen darauf ein, was ihn auf der Webseite erwartet. Gleichzeitig werden Kerninhalte und Kernelemente betont, die inhaltliche und visuelle Identität in den Köpfen anderer gefestigt.
  • Professionalität unterstreichen
    Richtig, eine Visitenkarte alleine macht keinen Profi. Dazu gehören z.B. Auftreten, gewisse soft skills, qualitativ gutes Arbeiten. Aber eine aufgeräumte Visitenkarte ist der unaufdringliche Hinweis darauf, dass man hier vermutlich Professionalität erwarten kann. Achtung: Professionalität ist nicht für Leute reserviert, die mit dem Schreiben Geld verdienen!
  • im Gedächtnis bleiben
    Visitenkarten stehen für persönlichen Kontakt, der letztlich nie ganz vergleichbar ist mit Online-Austausch. In der Regel überreicht man eine Visitenkarte selbst, hat wenigstens ein paar kleine Worte mit dem Empfänger gewechselt. Die Karte ist eine Erinnerung an eine Begegnung in persona und auf Augenhöhe. 
  • Stolz zeigen
    Sich Gedanken um Gestaltung und Konzept eines Projektes zu machen, macht zwar oft Spaß, ist aber auch viel Arbeit. Es ist nicht verkehrt zu zeigen, dass man stolz auf seine Leistung ist. Visitenkarten suggerieren, dass jemand anderen zeigen möchte, was er da geschaffen hat, weil er sich selbst daran erfreuen kann und diese Freude teilen möchte.
  • Zeit sparen
    Man trifft auf einer Messe Gleichgesinnte, kommt auf das eigene Projekt zu sprechen und würde gerne Kontaktdaten austauschen – oft soll es zügig gehen. Es ist unbestritten schneller und effektiver, eine Visitenkarte auszuhändigen, statt Kontaktdaten auf eine Serviette zu kritzeln. Protipp: Es wird proportional effektiver zur Höhe des Promillespiegels, falls man noch in gemütlicher Runde nach Messe & Co. zusammensitzen sollte.

Im Anschluss an diese fünf Punkte lässt sich nun fragen: 
  • Möchtest du, dass andere besser verstehen, wer du bist und was dich und dein Projekt / deinen Blog ausmacht?
  • Möchtest du unterstreichen, dass du professionell arbeiten kannst? 
  • Möchtest du im Gedächtnis anderer bleiben? 
  • Möchtest du zeigen, wie stolz du auf deinen Blog, dein Schreibprojekt bist? 
  • Möchtest du Zeit sparen vor Ort und stattdessen lieber mehr Austausch in Gesprächen haben?

Die Bonusfrage, die alleine schon 5 von 5 Punkten wert ist, lautet:

Bist du authentisch und hast einfach tierisch Lust darauf, Visitenkarten zu haben und weitergeben zu können?


Wenn man die Mehrheit dieser ersten fünf Fragen oder einfach auch schon nur die Bonusfrage mit Ja beantworten kann, empfehle ich nochmal guten Gewissens Visitenkarten und hoffe, dass man sich dann auch noch traut, sie in Auftrag geben zu lassen, ohne dass Selbstzweifel erneut Oberhand gewinnen. Falls sie bestehen, weil man nicht weiß, wie häufig man dazu kommt Visitenkarten zu verteilen – verständlich! Dann aber einfach nur nicht 1000 Stück bestellen, sondern lieber mit 25 oder 50 anfangen. Und wo man das machen machen kann, selbst ohne Gestaltungskenntnisse, erzähle ich im Folgepost :)

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