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Interview mit Autorin Laura Labas

Interview mit Autorin Laura Labas auf fierberherz.de // Foto © Laura Labas
Foto © Laura Labas

Für das vierte Interview konnte ich Laura Labas gewinnen, die für mich ein großes Fleißvorbild ist. Diese Dame haut mit Fantasie und Disziplin gleichermaßen ein Buch nach dem anderen in die Welt hinaus und wuppt dabei noch Studium und Übersetzungsjobs. Hut ab! Sie hat die fünfteilige Unwandelbaren-Reihe selbst veröffentlicht, seit 2016 mischt sie beim Drachenmond Verlag als Autorin mit und veröffentlich dort auch nächstes Jahr weitere Bücher.


Interview mit Autorin Jenny Karpe auf fierberherz.de // Foto © Christiane Hibbe



Autorin

Laura Labas, 25 Jahre alt. Masterstudentin, lebt in Aachen. Schreibt seit 16 Jahren, weil sie nichts anderes könne, wie sie scherzhaft dazu sagt, wohingegen die Freude am Kreieren von Welten doch ebenfalls eine große Rolle spielt. Schon mit 14 Jahren beendete sie ihren ersten Roman. Zur Zeit arbeitet sie an einem Prequel zu zum Trilogie-Auftaktroman »Ein Thron aus Rache und Blut« beim Drachenmond Verlag.

die-unwandelbare.blogspot.de | Veröffentlichungen



1. Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie viel planst bzw. plottest du vor für das Schreiben?

Ich würde sagen 9. Es gibt sicherlich Autoren, die noch mehr planen als ich, obwohl ich schon sehr gezielt und gründlich vorgehe. Bei einem neuen Projekt beginne ich meistens mit einer groben Aufstellung der Ereignisse und verschiedener Charaktereigenschaften meiner Protas, die mir so im Kopf herumschwirren. Danach werden die wichtigsten 10-15 Charaktere skizziert. Hier orientiert sich das sehr daran, ob das Buch ein Einteiler ist oder eine Reihe. Bei einer Reihe schreibe ich für mehr Figuren einen Steckbrief, die in Teil 1 vielleicht keine so große Rolle haben dafür aber in Teil 2 usw. Anschließend wird die Story erst grob aufgestellt und dann genauestens geplottet, was ich beides per Hand mache, da ich da einfach kreativer bin. Ich verteile so etwas gerne auf meinem Schreibtisch. Dann geht’s an das Schreiben!


2. Welche Hilfsmittel verwendest du?

Ohne Musik kann ich nicht schreiben, ich brauche meistens Poplieder mit Gesangsstimmen, sonst brauche ich gar nicht erst anfangen. Instrumentalversionen mag ich eher selten, bei Kampfszenen kommen sie gut, ansonsten mache ich einen Bogen darum. Für mich hat Word bisher super funktioniert und ich denke, ich werde erst mal da bleiben, aber man weiß ja nie so genau, was die Zukunft bringt. Scrivener beispielsweise lacht mich schon seit längerem an.


3. Ist das Arbeiten an deinem aktuellen Werk immer wieder in deinem Terminkalender notiert, oder entscheidest du spontan?

Das entscheide ich tatsächlich immer am Tag selbst. Klar, manchmal nimmt man sich am Anfang der Woche oder vor dem Wochenende vor »So, jetzt schreibe ich 5000 Wörter oder so«, aber immer einhalten kann ich das nicht, was aber auch nicht schlimm ist. Hauptsache, ich komme überhaupt irgendwie voran.


4. Hast du ein "Schreibritual"?

Für das tägliche Schreiben habe ich eigentlich keines, ich setze mich an den Laptop, mache Musik an und das war’s. Wenn es allerdings mal nicht so gut läuft, zünde ich Kerzen an, bereite mir einen leckeren Tee oder Kaffee zu und dann geht es schon viel besser voran.


5. Was beeinflusst dich am meisten beim Schreiben?

Ich würde sagen die Erlebnisse des Tages, Musik, Film und andere Bücher. Als Mensch kann man sich nie vor neuen Eindrücken schützen und alles beeinflusst irgendwie die eigenen Ideen. :)


6. Was ist deine Ansicht zum Thema 'Schreibblockade'?

Schwieriges Thema. Bisher hatte ich noch nie eine. Ja, manchmal fiel es mir schwer, mich aufzuraffen, aber das sehe ich nicht als Schreibblockade, da es einfach nur meiner Faulheit geschuldet war. Mit Ehrgeiz ließ sich da noch jedes Schiff retten. Ich möchte jetzt nicht abstreiten, dass es für andere auch keine Schreibblockade gibt, ich bin mir nur nicht sicher, was sie darunter verstehen.


7. Welcher Gedanke motiviert dich, immer weiter am Ball zu bleiben für deine Projekte?

Die Vorstellung, dass es einen Leser, einen Menschen dort draußen gibt, dem meine Geschichte vollkommen gefällt. Das treibt mich an.


8. Was würdest du Leuten mit auf den Weg geben, die selber davon träumen, ein Buch zu schreiben?

Üben, üben, üben. Anders verbessert man sich nicht. Es ist okay, wenn man an allem zweifelt, solange man wieder aufsteht und weitermacht. Selbst wenn es Jahre dauert, bis man was Anständiges zustande gebracht hat.

Kommentare

  1. Hallöchen,
    was für ein tolles Interview! Ich habe gerade erst "Ein Käfig aus Rache und Blut" gelesen, deshalb war das jetzt umso interessanter :)
    Es beruhigt mich ein bisschen, dass es Autoren gibt, die mit Instumentalmusik nicht so viel anfangen können beim Schreiben. Bei mir funktioniert die nämlich auch gar nicht :D

    Ich hab jetzt gleich mal die anderen Interviews gespeichert, damit ich sie mir bei Gelegenheit durchlesen kann ;)

    Liebste Grüße
    Kate ♥

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  2. Sehr interessant, mehr über andere Schriftsteller zu erfahren! Vor allem welche, die schon einiges erreicht haben. Wirklich cool :)
    Danke dafür!

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