Ähnlich, aber anders - von drei Notizbüchern

2017/01/22
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich. // Foto © fieberherz.de

Notizbücher sind ja fast jeden Autors guilty pleasure. Vor einigen Jahren entschied ich mich gegen das Kaufen zum bloßen Besitzen, stattdessen für sinnvollen Kauf unter Beachtung meiner Vorlieben und wirklich nur dann, wenn ich ein neues Notizbuch brauche. So sind aktuell nur zwei Notizbücher zum Schreiben und eines zum Zeichnen in meinem Besitz. Da diese aber alle etwas anders sind als simple Notizbücher, möchte ich euch diese Stücke heute vorstellen. Vielleicht ist ja etwas für euch dabei?

Vorgestellt werden in diesem Post (im Gruppenbild von RECHTS nach links) das 2in1-Notizbuch von idee Creativmarkt, das senseBook FLAP von transotype, sowie das Notizbuch Texon (2er) von X17. Alle Bücher haben das Format A5, da dieses mir schon immer das liebste war. Alle Typen werden auch in A6 und A4 vom Hersteller angeboten, teilweise in verschiedenen Farben und/oder Umschlagsmaterialien.
  

2in1-Notizbuch von idee Creativmarkt

Preis: 7,99€ // Maße: 14,5x21 cm // Umfang: 80 Seiten kariert + 80 Seiten liniert // Papierstärke: 80 g/m²

In diesem Notizbuch halte ich vieles rund um SAINT BLAKE fest. Überzeugt hatte mich die Idee, dass zwei austauschbare Notizhefte hineingeschoben werden können und die Möglichkeit, das Cover selbst gestalten zu können (was ich ja bekanntermaßen auch getan habe und sicherlich nichts, aber gar nichts mit Prokrastination zu tun hatte!).

Das linierte Heft enthält ein offenes Kalendarium am oberen Seitenrand, sodass man beliebig einsteigen kann. Ich persönlich nutze das Kalendarium jedoch nicht. Die Idee ist aber nett!
Die beiden Hefte sind links und rechts der Hülle in Fächer eingesteckt, also scheinbar ein einfaches, wie gutes Prinzip. Das Herausnehmen ist tatsächlich auch nicht schwer. Die Nachfüller kosten um die 3€ für ein Heft (kariert, liniert oder blanko) und sehen auch alleine gut verarbeitet aus.
 
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das 2in1 Notizbuch A5 von idee Creativmarkt. // Foto © fieberherz.de
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das 2in1 Notizbuch A5 von idee Creativmarkt. // Foto © fieberherz.de

Leider sind die Hefte zwar leicht herauszuziehen, aber nicht leicht einzuschieben. So musste ich am Rückumschlag ein Loch einschneiden, um das Heft wieder hineinzubekommen, weil das Schubfach zu eng bemessen ist. Zwar ist der Gesamtpreis nicht hoch, aber eigentlich möchte ich das nicht machen müssen. Es beisst sich für mich mit der Grundidee.

Das leicht gelbliche Papier an sich ist etwas rau, aber gut beschreibbar. Beim Stiftetest schneidet es in meinen Augen eigentlich sogar am besten ab, zumindest in Sachen Durchschrift auf der Rückseite.

Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das 2in1 Notizbuch A5 von idee Creativmarkt. // Foto © fieberherz.de
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das 2in1 Notizbuch A5 von idee Creativmarkt. // Foto © fieberherz.de


  

senseBOOK FLAP von transotype

Preis: 19,12€ // Maße:  15,9x22,2 cm // Umfang: 135 Seiten // Papierstärke: 80 g/m²

Auch wenn ich dieses Buch zum Zeichnen benutze, kann man es natürlich als normales Notizbuch nutzen. Von dem senseBOOK erhoffte ich mir bei dem höheren Preis als bei dem 2in1-Notizbuch von idee Creativmarkt eine bessere Verarbeitung (hier ist die Hülle schon aus widerstandsfähigerem Rindsleder als nur aus Pappe) und ein wirklich funktionierendes Austauschen der Hefte. Und das Lederbändchen fand ich einfach schick und praktisch, etwas zum Zubinden fehlte mir nämlich gänzlich beim Notizbuch von idee.

Vorne befindet sich ein beschreibbares Inhaltsverzeichnis, demzufolge sich das Buch bei 135 in 24 Segmente teilen ließe. Ist nett gemeint, aber schlecht aufgeteilt - alles einfach kleiner und komprimierter und man hätte mehr Seiten zum wirklichen Beschreiben. So sind 6 Seiten nur für das Verzeichnis weg. Aber immerhin sind alle Seiten durchgehend nummeriert.
Schlägt man das Buch auf, hat man links zwei Fächer für Visitenkarten. Sinnvoller hätte ich hier eine größere Tasche für unterschiedlichere Arten von Papieren gewünscht. Für das Foto habe ich zwar meine Visitenkarten eingesteckt, aber eigentlich habe ich die immer im Portmonaie und nicht in einem Notizbuch, das kaum das Haus verlässt.
 
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das senseBOOK FLAP A5 von transotype. // Foto © fieberherz.de
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das senseBOOK FLAP A5 von transotype. // Foto © fieberherz.de

Was optisch zwar was hermacht, das Band sicherer hält, Stift und Papier schützt, ist die verlängerte Rückseite, die sich halb auf die Vorderseite legt. Wenn man das Notizbuch aufklappt, ist das Leder (das leider eher aussieht wie extrem feines Kork, als wirklich wie Leder) aber derart steif, dass dieser Streifen sich immer wieder umbiegt. Als Rechtshänder hat man seine liebe Müh und Not damit und daher nutze ich dieses Notizbuch kaum noch. Frage mich, warum das Design ausgezeichnet wurde.

Das Papier ist relativ feinporig und von hellerem Gelb, als das Notizbuch von idee. Im Stift-Test landet es auf dem zweiten Platz, weil die Linien fast nicht zerfasern. Aber Achtung bei Copics! Wenn man sich kein Schmierblatt hinter die Seite legt, drückt sich die Farbe auf die nächsten zwei (!) Seiten durch - das ist bei keinem der beiden anderen Notizbücher passiert und recht schwach für ein Produkt, das für Künstler konzipiert sein will. Die letzten 16 Seiten sind perforiert zum Herausreissen. Auch das will sich mir nicht erschließen - warum nicht alles perforieren? Wo ich gerade bei negativer Kritik bin: Das Heft lässt sich leicht herausziehen, aber kaum wieder einschieben. Ich musste die Vorderseite des Notizbuches zur Häfte abschneiden in der Länge, damit es vollständig zurückgeschoben werden kann.


Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das senseBOOK FLAP A5 von transotype. // Foto © fieberherz.de
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das senseBOOK FLAP A5 von transotype. // Foto © fieberherz.de


  

Notizbuch Texon (2er) von X17

Preis: 24,90€ +3,95€ Versand // Maße:  14,5x21 cm // Umfang: 64 Seiten blanko + 64 Seiten kariert // Papierstärke: 80 g/m²

Mich hat das Austauschsystem von X17 neugierig gemacht, denn mit dem Einschieben von Heften wollte es ja bei den vorherigen Notizbüchern nicht gut klappen. Hier sind es Gummis, die, je nach Modell, ein bis vier Hefte halten.

Besagte Gummis kosten zum Nachkaufen nur 1€ pro Stück und sind in über 50 Farbunancen erhältlich. Nicht nur zum Einhängen der Hefte, auch zum Schließen des ganzen Notizbuches sind sie da. Klasse finde ich, dass Vorder- und Rückseite der Hülle an einer Stelle eine kleine Einschnittstelle für das Schließgummi haben, sodass sich die Hülle wegen des Drucks nicht verziehen kann.
Das Material der Hülle ist vegan und aus Zellulosefaser. Es hat eine angeraute Oberfläche und sieht gut verarbeitet aus (eine Lederoptik war hier nie angestrebt worden!). Im Gegensatz zum senseBOOK ist es aber wesentlich empfindlicher gegenüber Verschmutzung, wenn auch nicht so empfindlich wie der Pappumschlag vom idee-Notizbuch.


Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das Texon-Notizbuch 2er A5 in Schwarz von X17. // Foto © fieberherz.de
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das Texon-Notizbuch 2er A5 in Schwarz von X17. // Foto © fieberherz.de

Im Lieferumfang enthalten ist auch eine Doppeltasche, die um das erste Innenheft gelegt wurde. Die vordere Tasche besteht aus drei kleinen Fächern, circa im Format von Visitenkarten. Hier bin ich noch etwas ratlos, für was ich diese verwenden soll. Die andere Hälfte der Tasche ist ein ca. DIN A5-großes Fach, in das ich Bilder zu Recherchen für DIE ASCHE DES PRINZEN reinlege. Sollte mich diese Tasche aber irgendwann stören, kann ich sie auch einfach herausziehen.
Das komplett durchnummerierte und zum Heraustrennen vollständig längs perforierte Papier ist fast reinweiss und unglaublich fein und glatt. Im Test drücken allerdings fast alle Stifte auf der Rückseite des Blattes (nicht auf das nächste) durch, aber ich schreibe ohnehin nur mit dem Frixion Point, welcher auch wenig durchschimmert. Grundsätzlich lässt sich auf dem feinen Papier sehr schön flüssig schreiben.
 
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das Texon-Notizbuch 2er A5 in Schwarz von X17. // Foto © fieberherz.de
Notizbücher von idee, Sensotype und X17 im Vergleich, hier das Texon-Notizbuch 2er A5 in Schwarz von X17. // Foto © fieberherz.de
Kommentare zu "Ähnlich, aber anders - von drei Notizbüchern"
  1. Oh, das kenne ich zu gut. Ich habe ein extra Fach nur für Notizbücher und bestimmt 90% davon sind ungenutzt, weil ich sie einfach immer nur kaufe, kaufe, kaufe, wenn ich sie sehe. Ich habe mir auch vorgenommen, die alle nun erstmal wirklich zu gebrauchen, bis ich mir neue hole (okay, in Ausnahmefällen schlage ich vielleicht noch zu, wenn ich nicht weiß, wie lange diese im Sortiment bleiben).

    Aber die Idee mit dem Testbericht zu verschiedenen Notizbüchern finde ich klasse!
    Besonders auch den Härtetest mit den Copics, wie oft habe ich mich da schon aufgeregt, wenn die Farbe direkt durch 3-4 Seiten durch geht... Von daher hat mich auch das erste von dir vorgestellte Notizbuch echt begeistert. Die Qualität des Papiers und die Idee mit dem Kalendarium finde ich toll. Und gleichzeitig auch noch so kostengünstig. Werde ich mir definitiv merken, wenn ich dann endlich doch mal ein neues brauche und zu dem greifen.

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  2. Ohh wie wunderschön die sind :)
    Ich suche auch ein Notizbuch, was ich etwas länger behalten kann. Aber meine Anforderungen sind einfach zu speziell oder zu hoch. Ich habe da eine ganz genaue Vorstellung: Es sollte einen Lederumschlag haben, den man schließen kann, so wie bei Nummer 2. Aber es sollte schon so biegsam sein, dass man gut damit schreiben kann. Und man sollte das Notizheft auswechseln können. Und es sollte nicht zu dick sein, damit es gut in die Handtasche passt. Und das Papier sollte etwas gelblich sein, so wie bei Nummer 1, weil ich finde das Papier fässt sich dann viel weicher an und es lässt sich viel besser darauf schreiben. Und die Linien sollten etwas dichter sein, als in einem normalen Notizbuch.
    :D Ja, Ähm, dass ist alles schon ziemlich speziell und fündig wurde ich bis jetzt nicht. Ich hätte eigentlich gesagt, deine Nummer 2 käme dem Ganzen schon sehr nahe, aber dass man dieses Außenteil nicht biegen kann, geht leider gar nicht.
    Ich habe derzeit die Moleskine Journals und damit bin ich sehr zufrieden, zumindest von der Schreib- und Papierqualität. Aber leider sind die so dünn und gar nicht stabil und ich trag die immer überall mit mir herum.

    Liebe Grüße, Anja

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