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Instagram oder kein Instagram?

Was zeige ich auf Instagram? // Fotos © fieberherz.de

Anfang des Jahres entschloss ich mich, meinen Instagram-Account etwas weniger stiefmütterlich zu behandeln und eine gestalterische Linie hineinzubringen. Da ich jetzt aufgrund Uni und Arbeit nicht an vielen spannenden Orten unterwegs bin und ich auch schlicht ausgebildete Werbefotografin bin, entschied ich mich für Produktfotografie. Doch die Entscheidung an sich fiel mir nicht leicht. Auch wie bei dem Blog, hatte ich die Befürchtung mir vorwerfen lassen zu müssen, das Schreiben als nicht wichtig zu empfinden. Dann wiederum weiß und liebe ich an mir selbst: Ich bin nicht nur ein Hobby.


Lustigerweise stellte sich mir nie die Frage danach, ob ich Instagram haben wollte. Manche Autoren wollen dies bewusst nicht, bei mir war es eben genau andersherum. Ich denke, die Arbeit, die ich in den Blog stecke, zeigt meinen Hang zum Visuellen. Weil ich das bin: ein visueller Typ. Weil ich mir auf der anderen Seite aber sagte "Du schreibst hauptsächlich, blas das alles nicht so auf!", habe ich aber auch entsprechend zusammenhangslos gepostet. Was meinen inneren Monk gestört hat. Immens.

Zwischendurch habe ich angefangen, meinen Feed zu ignorieren, weil nichts, was ich postete, mich zufriedenstellte. Klar, locker von der Hüfte weg und zeitsparend geschossen, dann schnell hochgejagt - kann man machen. Macht mir aber auf Dauer keine Freude. Ähnliches passierte übrigens auch mit dem Blog, gerade zur Zeit meines Praxissemesters. Dinge waren nicht mehr aktuell und ganz richtig, aber ich habe es stehen lassen. Muss ja schreiben. Was ich auch nicht immer schaffte und dadurch innerlich immer mehr zerfressen wurde. 

Aber zurück zu Instagram.

Anfang des Jahres, ich wiederhole mich, kam also der Insta-Umschwung. Nur wie? Mit was? Ich wollte sicherlich nicht jeden Tag Schreibbilder posten und so tun, als würde ich ernsthaft jeden Tag schreiben. Das schaffe ich zur Zeit eben nicht immer. Dann wiederum kann ich es mir nicht leisten, soviele Bücher und Dekoartikel zu kaufen, wie manche quasi professionellen Bookstagrammer (und ganz ehrlich - ich schaffe momentan im Schnitt ein Buch pro Monat, das keine Fachliteratur für die Uni ist). Und die Zeit, sehr aufwändige, mit vielen Details ausgeschmückte Bücherfotos zu schießen sowieso nicht. Also entwickelte ich für mich ein Konzept, mit dem ich in Sachen Zeit/Aufwand und Ästhetik gut leben kann. 

Fieberherz auf Instagram // Fotos © fieberherz.de

Inhaltlich zeige ich nun also einmal, welche Bücher mich interessieren, Bücher, die ich noch lesen werde oder gelesen habe. Gleichzeitig hat es lustigerweise bewirkt, dass ich konsequenter zum Buch griff, weil ich nicht möchte, dass ich lediglich meinen SuB fotografisch abbilde.
Der Zeitaufwand des Fotografierens an sich hielt sich dabei in Grenzen - erst zwei Shootings hatte ich dieses Jahr, jeweils einen Nachmittag lang, inklusive Auswahl und leichter Anpassung Helligkeit/Kontraste und Ausschnitt. Damit ist immer noch Material bis nächstes Jahr da.

Nun bin ich auch wirklich sehr, sehr zufrieden mit meinem Instagram-Feed, der mir jetzt vorkommt, wie ein authentischer, für mich aber dennoch effizienter Weg, meinem alten Beruf ansatzweise nachzugehen. Gleichzeitig ist es, das will ich nicht leugnen, eine Art Aushängeschild für mich und mein Tun. Also keine Zeitverschwendung, sondern eine Visitenkarte, ein Kanal um zu zeigen, welche Facetten in mir stecken. Und das kann in meinen Augen nie verkehrt sein. Jedenfalls würde ich keinem wünschen, dass man seine Interessen versteckte, um etwas anderes zu betonen. Alle mal schön bunt bleiben ♥

Wie handhabt ihr das mit Instagram? Planvoll oder spontan? Ein Must-Have oder Nice-To-Have? Und besteht Interesse daran, dass ich mal Tipps poste für einfache Sachaufnahmen selbst mit Handy/Digicam?
  

Kommentare

  1. Ich würde sehr gerne deine Tipps für einfache Sachaufnahmen lesen! :)

    Instagram mag ich als Kanal sehr gerne, aber mein eigenes Profil gammelt vor sich hin. Ich weiß einfach nicht, wie ich eine gerade Linie reinbringen kann bzw. was eine zu mir passende "Ästhetik" wäre, die ich verfolgen kann. Spontan funktioniert bei mir nicht besonders gut, also müsste ich auch relativ viel auf einmal produzieren, aber so viele tolle Zeichnungen oder Fotoaccessoires habe ich auch nicht wirklich immer zur Hand...Bis ich das für mich herausgefunden habe, bleibt mir erstmal nur, andere Feeds zu bewundern :D

    P.S. Der neue Header ist toll <3

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    1. Hey Alex, danke für dein Interesse ♥ Ich würde mich auch wirklich freuen, wenn genug Interessenten für einen solchen Post zusammen kommen. Es würde mir zwar unglaubliche Freude machen, den zu erstellen, aber das Konzipieren und Umsetzen ist leider nicht eben in der Mittagspause erledigt, haha :p

      Das mit der "geraden Linie" ist glaube ich etwas, das viele daran hindert, Instagram mehr zu nutzen. Bei mir war es auch zumindest so. Das Finden einer solchen Linie bedeutet natürlich, sich bewusst zu werden, was man wie zeigen kann und will. Ich persönlich hätte zum Beispiel Lust auf aufwändige Buch-Fotos, aber, wie ich ja oben schrieb, weder soviele Bücher, noch soviel Zeit und/oder Deko. Aber dieses "Finden" würde ich eben auch gleich zu Beginn eines solchen Foto-Posts ansprechen wollen, dafür eventuell sogar einen Zweiteiler daraus machen. Denn hat man erstmal etwas gefunden, kommt der Rest eigentlich fast schon von alleine, versprochen!

      Und danke für das Lob und dann noch von so einer tollen Künstlerin wie dir ♥♥♥ Es ist ein bisschen 1998-Grunge-Style, aber dann wiederum bin ich auch immer noch ein Grunge-Typ, so sehr ich auch "clean" mag, haha :p

      Übrigens, an alle, die das hier lesen: Checkt mal Alex' Blog für tolle Illustrationen ♥

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  2. Ich bin sehr planlos auf Insta und poste manchmal zu viel auf einmal und manchmal gar nicht xD Habe auch kein Theme mehr. Zu anstrengend. Da ich kein Blog habe, benutze ich es auch nur, um meine Gedanken loszuwerden xD Aber dein Feed ist wirklich wunderschön! :) Und dein neues Blogdesign ist auch richtig mega! Wollte ich nur mal gesagt haben. xD (Ich sehe schon die Schleimspur hinter mir xDDD)

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    1. Ja, tatsächlich kostet das mit dem Theme echt Zeit, ist so! Und wenn man nicht zu 100% hinter dieser Zeitnutzung stehen kann, ist es auch besser, sich damit nicht zu quälen, finde ich. Finde die großen, aufwändigen Bilder auch klasse und hätte da Lust drauf - aber nicht Lust genug, um es selber umzusetzen.

      Und dankedankedanke für die Komplimente, du Liebe ♥♥♥ Dabei hast du doch selbst einen sehr hübschen Feed mit einem tollen Sinn für Ästhetik! Immer, wenn ein neues Bild kommt, sehe ich gleich "Das ist von Mewa!" :p♥

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  3. Hallo Steffi,
    du hast einen visuell extrem ansprechenden Blog, ein tolles Design und die Instagram-Fotos finde ich toll. Ich fotografiere gern, aber Design ist nicht meine Stärke - dafür schreib ich gern. Schreiben ist meine Stärke und darauf konzentrier ich mich. Aber ich bewunder immer euch Design-Nerds :)
    Deinen Beitrag hab ich auf meiner Wanderung durch die Welt der Bücherblogs verlinkt.
    Liebe Grüße
    Daniela

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    1. Hallo Daniela, danke für's Verlinken und für das liebe Kompliment ♥ Als Design-Studentin kann ich halt nicht anders, haha. Früher hatte ich noch einen extra Blog für Design und Illustration, aber ich musste schnell merken, dass mein Herz zu sehr am Schreiben hängt, als dass ich diesen Spagat weiter schaffen könnte. Wenn ich also wieder Lust auf Gestalten habe, stecke ich Ideen und Zeit für Gestaltung nur noch in den Schreibblog, den anderen habe ich geschlossen. Das ist dann ein guter Kompromiss, wie ich finde :)

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