Mut steht am Anfang des Handelns

Mut steht am Anfang des Handelns

Zur Zeit ist in aller Mun­de, dass die seit 2016 exis­tier­en­de  Da­ten­schutz-Grund­ver­ord­nung (DSGVO) ab dem 25. Mai 2018 um­ge­setzt sein muss. Das be­deu­tet, ganz all­ge­mein auf das WWW bezogen, dass eine (mei­nes Er­ach­tens recht schwam­mig for­mu­lier­te) Ver­ord­nung be­grif­fen und angewandt sein will. Ich lese seit Wochen vor allem folgende Dinge aus den Diskussionen rund um dieses Thema: Unsicherheit, Panik, Mutlosigkeit.
An dieser Stelle sollte ich vielleicht anmerken: Ich werde hier keine Anleitung geben, was man wie zu beachten hat bei Umsetzung der DSGVO auf der eigenen Webseite bzw. dem eigenen Blog. Tatsächlich muss ich mich noch selber durch den Kram durcharbeiten. In diesem kurzen, spontanen Beitrag geht es mir um etwas anderes und steckt schon im Titel.

 

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
— Demokrit

 

Der Spruch ist nicht neu, verzeiht. Wohl eher kaputtzitiert auf Postkarten und Pinterest-Grafiken. Aber ich finde ihn so passend und ich möchte erklären, warum.Erinnert ihr euch an die erste große Prüfung in eurem Leben? Euren Schulabschluss zum Beispiel? Nachfolgend vielleicht Abschlussprüfung in der Ausbildung oder im Studium? Ich bin mir sicher, dass viele anfangs gedacht haben „Wie soll ich das alles schaffen?“ Und manche Sekunde, Minute oder Stunde gar „Warum tue ich mir das überhaupt an?“ Es kamen also bei manchem die Punkte „(vermeintliche) Unbezwingbarkeit“ und „Nutzen“ ins Spiel. Aber erinnert ihr euch auch, WIE ihr das geschafft habt? Ich behaupte: durch Mut, Fleiß, Unterstützung und Glück.
Wenn ich aktuell davon lese, dass Webseitenbetreiber sagen, Webseiten lieber zu löschen, weil ihnen die DSGVO wie ein riesiges, unbezwingbares Monster erscheint, dann schmerzt mich das. Denn es wäre so schade, nein, traurig, wenn die zögerliche Präzisierung dieses gesetzlichen Machwerks durch den deutschen Gesetzgeber (ihr seht, ich bin auch kein Fan des derzeitigen Standes bzw. der derzeitigen Kommunikation) die Freude an der Arbeit im WWW zu stark trübt oder sogar komplett verleidet.
Bleibe ich bei meinem Prüfungsbeispiel, dann stelle ich gerade die Umsetzung der DSGVO in eine Reihe damit. Und wage zu behaupten: Es ist doch vielleicht wieder nur eine Prüfung, wieder eine, die geschafft werden kann. Wenn aber beispielsweise zum  Ende eurer Schul-, Ausbildungs- oder Studiumslaufbahn viele Klassenkameraden bzw. Kommilitonen gesagt hätten „Ich mag nicht mehr, ich brech‘ ab!“ oder „Ich falle eh durch!“, fühlte man sich vermutlich nicht sehr ermutigt. Und damit lehne ich an das an, was ich online, wie oben erwähnt, mitbekommen habe: Panik, dass nur das Schlimmste eintreten wird. Und jetzt weiter gesponnen – wenn Panik ansteckt, kann das, was am Ende von Mut stehen kann, das Gute, doch erst recht nicht eintreten. Oder?
Natürlich ist jede Arbeit irgendwo ein Abwägen: Was habe ich am Ende davon? Liebe ich meine Webseite, meinen Blog so sehr, dass ich Stunden damit verbringe, mich über DSGVO zu informieren? Diese Entscheidung kann einem niemand abnehmen. Aber an dieser Stelle würde ich an die Online-Community appellieren: Zeigt den Zusammenhalt, wie ihr ihn alle bestimmt schon oft erlebt habt in Bezug auf andere Themen! Teilt Informationen aus gutem Willen ohne finanziellen Nutzen! Verteidigt eure Liebe zu eurer Webpräsenz, indem ihr gemeinsam mutig und fleißig seid und auch mal um Hilfe bittet, wenn ihr nicht weiterkommt! Und auch: Seht DSGVO nicht als Feind an. Es ist der (erneute) Anfang eines Versuches, Menschen zu schützen und das bedeutet, dass jeder Verantwortung übernehmen muss. Aber auch übernehmen kann. Gerade durch Mut und Fleiß und Unterstützung.

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